Im modernen Einkauf ist der Auswahlprozess für Lieferanten einer der wichtigsten Faktoren für operative Resilienz und Kosteneffizienz. Die Wahl des richtigen Lieferanten ist längst kein einfacher transaktionaler Schritt mehr, sondern ein strategischer, datengestützter Prozess, der die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens prägt.

Wer eine optimale Lieferantenbasis aufbauen will, braucht einen systematischen Prozess zur Lieferantenbewertung, der die Fähigkeiten, Leistung und Risiken der Lieferanten korrekt beurteilt. Dieser Prozess muss sich an klaren und objektiven Kriterien für die Lieferantenauswahl orientieren.

Leider weisen traditionelle, manuelle Methoden der Lieferantenbewertung Datenlücken auf, die zu Verzerrungen führen, die Transparenz einschränken und die Konsistenz im gesamten Lieferantenbewertungsprozess untergraben können.

Um diese Herausforderungen zu lösen, stellt dieser Leitfaden das Smart Supplier Selection Model (S³M) vor: ein adaptives, KI-gestütztes System, das die Lieferantenbewertung modernisiert. Auf Basis einheitlicher Lieferantendaten und KI-gestützter Erkenntnisse machen Plattformen wie Ivalua diesen fortschrittlichen Ansatz in großem Maßstab umsetzbar.

In diesem Artikel erläutern wir, wie S³M funktioniert und wie Unternehmen das Modell anwenden können, um die richtigen Lieferanten mit Zuversicht auszuwählen.

Zentrale Punkte

  • Moderne Lieferantenauswahl braucht einheitliche Daten, KI und flexible Prozesse für sichere Entscheidungen.
  • Manuelle Methoden scheitern an heutigen Risiko- und Nachhaltigkeitszielen; gefragt sind smarte Frameworks wie S³M.
  • Integrierte Daten, Automatisierung und Kollaboration in einem System wie Ivalua für bessere Entscheidungen und mehr Resilienz.

Von statisch zu smart: Den Lieferantenauswahlprozess modernisieren

Ein strukturiertes Framework zur Lieferantenauswahl schafft Ordnung durch die klassischen fünf Schritte: Anforderungen definieren, Lieferanten qualifizieren, Angebote bewerten, Konditionen verhandeln und Onboarding durchführen. Diese Abfolge sorgt zwar für grundlegende Kontrolle, doch eine echte Optimierung der Beschaffungsprozesse erfordert intelligente, vernetzte Workflows, die sich an Echtzeit-Erkenntnisse zu Risiko und Leistung anpassen.

Einkaufsteams arbeiten heute in einem Umfeld, in dem Datenqualität und Agilität ebenso wichtig sind wie Kosten. Leider zeigt der State of Procurement 2025 Report von Amazon Business, dass nur 37 % der Unternehmen ihren Lieferantendaten vertrauen und lediglich 22 % KI unternehmensweit skaliert haben. Diese Zahlen machen deutlich, dass traditionelle Methoden erhebliche Schwachstellen offenlassen.

Automatisierung kann genutzt werden, um Lücken zu schließen und die Risikobewertung von Lieferanten zu stärken. Tatsächlich zeigen Erkenntnisse von McKinsey, dass die Einbettung von KI in Compliance-Prüfungen und den Rechnungsabgleich die Ausgaben um 5 bis 15 % reduziert.

Der Supplier Management Tech Advisor von Ardent Partners bestätigt diese Ergebnisse und identifiziert einheitliche Lieferantendaten als Grundlage für KI-Einführung, Resilienz und konsistente Bewertung im gesamten Lieferantenauswahlprozess. Und der ADAC, Europas größter Automobilclub, liefert den Praxisbeweis: Durch die Einführung von Ivalua zur Vereinheitlichung von Lieferanten-Onboarding, Risiko-Scoring und laufendem Monitoring wurden die Teams von repetitiven Präqualifizierungsaufgaben entlastet und konnten sich auf eine strategische, skalierbare Bewertung konzentrieren.

Die Weiterentwicklung von manueller Kontrolle hin zu intelligenter Vernetzung hebt den gesamten Prozess der Lieferantenbewertung auf ein neues Niveau und macht Einkaufsteams fit für die Zukunft.

Werfen wir nun einen genaueren Blick auf Ivaluas S³M, um zu verstehen, wie es die Lieferantenauswahl in einen kontinuierlichen Zyklus aus Definition, Simulation und Anpassung verwandelt.

Das Smart Supplier Selection Model (S³M)

Ivaluas Smart Supplier Selection Model (S³M) verwandelt den Auswahlprozess für Lieferanten mithilfe von KI in einen kontinuierlichen Zyklus aus Definition, Simulation und Anpassung. Es modernisiert die manuelle und am stärksten von individuellen Einschätzungen geprägte Phase des Sourcings: den Ausschreibungsprozess.

Anstelle statischer Lieferantenauswahl und einmaliger Entscheidungen nutzt S³M digitale Tools, Echtzeitdaten und Erkenntnisse aus maschinellem Lernen, um bessere Kompromisse zwischen Kosten, Risiko, Nachhaltigkeit und Lieferantenleistung aufzudecken.

Dieses Modell steht im Zentrum von modernem Lieferantenmanagement und Lieferanten-Aktivierung und unterstützt intelligentere Entscheidungen über SPM-, SRM- und strategische Sourcing-Aktivitäten hinweg.

Im Folgenden werden die einzelnen Phasen beschrieben.

Phase 1: Definieren und Digitalisieren

Diese erste Phase legt das Fundament für Objektivität, Skalierbarkeit und Konsistenz im gesamten Prozess der Lieferantenbewertung. Einkaufsteams definieren Bewertungsparameter, standardisieren Scoring-Kriterien und zentralisieren alle Lieferanteninformationen in einem System, um fragmentierte Daten und manuelle Bewertungsfehler zu eliminieren.

Durch die Digitalisierung der Anforderungen und die Bündelung der Datensätze in einem einheitlichen Datenmodell lassen sich langjährige Probleme wie inkonsistente Daten und Verzerrungen durch einzelne Bewerter beheben.

Ivaluas Funktionen für das Lieferanten-Informationsmanagement unterstützen diese Phase, indem sie eine verlässliche Quelle für Lieferantenstammdaten schaffen und sicherstellen, dass jede Bewertung mit akkuraten, vollständigen und aktuellen Informationen beginnt. Das schafft die Grundlage für weiterführende Analysen und Modellierungen im späteren Prozessverlauf.

Durch einheitliches Lieferantenstammdaten-Management erhalten Teams verlässliche Transparenz über Fähigkeiten, Compliance und historische Leistung, bevor das Scoring beginnt.

Phase 2: Bewerten und Simulieren

In dieser Phase führt der Einkauf ein dynamisches, KI-gestütztes Scoring ein, das statische Vergleichstabellen ersetzt. Teams bewerten Lieferanten, indem sie Kompromisse zwischen Kosten, Risiko, Nachhaltigkeit und Leistung unter verschiedenen strategischen Prioritäten simulieren.

Modelle des maschinellen Lernens können in dieser Phase eingesetzt werden, um Muster wie zunehmende Qualitätsprobleme oder finanzielle Instabilität zu erkennen und die am besten geeigneten Lieferanten für verschiedene Szenarien vorherzusagen.

Laut der 2025 CPO Agenda der Hackett Group treiben 89 % der Führungskräfte Initiativen im Bereich Generative KI voran, und frühe Anwender erzielen Produktivitätssteigerungen von bis zu 25 %. Diese Ergebnisse unterstreichen den Einfluss von KI auf die Effizienz im Sourcing.

Ivalua setzt diese Phase mit konfigurierbaren Scoring-Modellen, integrierten Analysen und flexiblen Bewertungsmatrizen um. So können Sie Tests in Echtzeit durchführen und fundierte Entscheidungen bei der Lieferantenauswahl treffen.

Phase 3: Erkennen und Anpassen

In der letzten Phase verwandelt S³M die Lieferantenbewertung von einer einmaligen Entscheidung in eine kontinuierliche Optimierungsschleife. Echtzeit-Signale von Lieferanten, etwa Veränderungen der finanziellen Situation, Lieferverzögerungen, Compliance-Warnungen und ESG-Updates, fließen zurück in die Scoring-Modelle, um Entscheidungen laufend anzupassen.

Dieses kontinuierliche Erkennen stärkt das Risikomanagement in der Lieferkette und stellt sicher, dass die Lieferantenauswahl auch lange nach Abschluss der Ausschreibung mit der Strategie im Einklang bleibt.

Ivaluas Agentic AI und Workflow-Automatisierung erkennen Risikoveränderungen, melden Anomalien und zeigen Leistungstrends automatisch auf. So kann sich Ihr Team schnell anpassen und gleichzeitig proaktiv das Lieferantenbeziehungsmanagement und das Risikomanagement in der Lieferkette stärken.

Diese Funktionalitäten machen S³M zu einem modernen, intelligenzgetriebenen Framework für die Lieferantenauswahl mit höherer Präzision, Geschwindigkeit und Sicherheit. Es läutet eine neue Ära von Lieferantenauswahlprozessen auf Basis maschinellen Lernens ein, die die Entscheidungsqualität im gesamten Unternehmen kontinuierlich verbessern.

Wie KI und Automatisierung die Lieferantenauswahl auf ein neues Niveau heben

KI verwandelt den Prozess der Lieferantenbewertung in eine schnellere, faire und zukunftsorientierte Disziplin. Anstatt sich auf manuelle Prüfungen oder subjektive Einschätzungen zu verlassen, fassen moderne KI-Tools für die Lieferantenbewertung Dokumente zusammen, bewerten Ausschreibungsantworten automatisch, validieren Daten und decken Compliance-Lücken in Sekunden auf.

Die McKinsey-Studie aus April 2025 zeigt, wie wirkungsvoll diese Veränderungen sind: KI-gestützte Pilotprojekte im Einkauf erzielen Einsparungen von 4 bis 10 % (12 bis 30 Mio. Euro) bei einer Genauigkeit von 96 %.

So beeindruckend diese Ergebnisse sind, der nächste große Sprung in der Automatisierung im Einkauf wird durch Agentic AI möglich: autonome, zielgerichtete Systeme, die kontinuierlich analysieren, Informationen abrufen und über Workflows hinweg handeln. Anders als traditionelle Generative KI, die einmalige Ergebnisse erzeugt, führt Agentic AI mehrstufige Aufgaben aus, etwa Lieferantenqualifizierung, Folgeaktionen, Risikoprüfungen und automatisierte Scoring-Modelle für Lieferanten.

Erleben Sie, wie KI den Einkauf und das Lieferantenmanagement verändert.

Der 2025 Supplier Management Tech Advisor von Ardent Partners hebt hier Ivaluas Führungsrolle hervor: Die integrierte Generative KI und der Intelligent Virtual Assistant erstellen Zusammenfassungen über Lieferanten, prüfen Dokumentationen und automatisieren das Lieferanten-Scoring.

In diesem Umfeld können Systeme Sourcing-Aufgaben eigenständig erledigen, während Menschen die Ergebnisse überwachen. So hat beispielsweise der ADAC durch automatisiertes Onboarding und Lieferantendaten-Management manuelle Prüfungen eliminiert und die Kontrolle über Ivaluas einheitliche Procurement-Plattform gestärkt, und gleichzeitig eine nachhaltige Beschaffung unterstützt.

Sehen wir uns nun an, wie ein weiterer Ivalua-Kunde, Veolia, S³M nutzt, um Daten zu vereinheitlichen, das Sourcing zu automatisieren und das Lieferantenmanagement über Regionen hinweg zu skalieren.

Wie Veolia ein skalierbares Framework für die Lieferantenauswahl aufgebaut hat

Veolia, der weltweit führende Anbieter von Umweltdienstleistungen mit Hauptsitz in Frankreich, verwaltet Ausgaben in Höhe von 16 Milliarden Euro und beschäftigt mehr als 217.000 Mitarbeitende. Das erfordert einen Sourcing-Ansatz, der sowohl unternehmensweite Konsistenz als auch lokale Agilität ermöglicht.

Mit Ivalua hat Veolia sein Lieferanten-Repository zentralisiert, die Sourcing-Automatisierung integriert und Echtzeit-Transparenz über alle Lieferanten in sämtlichen Kategorien geschaffen. So konnte das Unternehmen Bewertungskriterien und Sourcing-Workflows global standardisieren und gleichzeitig regionalen Teams die Möglichkeit geben, Prozesse an lokale Marktanforderungen anzupassen. Das Ergebnis ist ein leistungsstarkes „glokales“ Modell: strategische Ausgewogenheit auf Konzernebene, gepaart mit der Flexibilität, die operative Einkaufsteams benötigen.

„Wir haben uns für die Ivalua-Lösung entschieden, weil sie einen so breiten funktionalen Umfang bietet und modular aufgebaut ist. So können wir unsere ‚glokale‘ Lieferanten-Organisation steuern und gleichzeitig von der Größe unserer Gruppe profitieren.“ — Florence Baiget, Veolia

Lieferantenauswahl neu denken: als kontinuierlicher Wettbewerbsvorteil

Reife in der Lieferantenauswahl ist keine einmalige Errungenschaft, sondern eine fortlaufende Disziplin, die auf Daten, Erkenntnissen und Zusammenarbeit basiert. Das sind die zentralen Säulen jeder erfolgreichen Transformation des Einkaufs. Kontinuierliche Verbesserung setzt voraus, dass Sourcing-, Risiko- und Leistungsinformationen in einem einzigen adaptiven System zusammengeführt werden, das Resilienz und Agilität der Lieferkette stärkt.

Wie Ivaluas Leitfaden zur Agentischen KI im Einkauf erläutert, ermöglicht Ihnen diese neue Klasse von KI, sowohl Analysen als auch deren Umsetzung zu delegieren. Sie kombiniert logisches Schließen, Orchestrierung und Selbstoptimierung, um den Lieferantenauswahlprozess kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Die Studien von Ardent Partners bestätigen, dass ein einheitliches Lieferanten-Management die Akzeptanz beschleunigt, Sourcing-Zyklen verkürzt und die Compliance verbessert. Ivalua operationalisiert diese Vision mit dem S³M-Framework für die Lieferantenauswahl. Mit S³M integrieren Sie Lieferantenintelligenz, Automatisierung und Zusammenarbeit in einer einzigen Plattform, die jede Sourcing-Entscheidung aufwertet und Ihr Unternehmen auf die Zukunft vorbereitet.

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Jarrod McAdoo

Jarrod McAdoo

Direktor für Produktmarketing

Jarrod McAdoo bringt mehr als 29 Jahre Erfahrung im Beschaffungswesen in Ivalua ein und konzentriert sich dabei auf die Bereiche Analytics & Insights, Supplier Management, Spend Analysis und ESG-Lösungen. Er schreibt häufig Beiträge für den Ivalua-Blog und hat in den Bereichen Hochschulbildung, öffentlicher Sektor, Einzelhandel, Fertigung und technische Produkte gearbeitet. Zuvor leitete er strategische Beschaffungs- und Einkaufsteams und implementierte Shared-Service-Modelle und Source-to-Pay-Systeme. Verbinden Sie sich mit Jarrod auf LinkedIn.

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